Zu den Klängen von Eros Ramazzotti endet eine 6 stündige Autofahrt mit der Überfahrt auf der Ponte della Libertà (Liberty Bridge) in der venezianischen Hauptstadt Venedig.

Berühmt für unzählige Wasserkanäle, Gondeln, Brücken und natürlich den Markusplatz ist Venedig zu jeder Jahreszeit ein Magnet für Touristen aus aller Welt.

Schon auf der Zufahrt über die lange Brücke, den einzigen Weg mit dem Auto zur Inselstadt zu gelangen, ist der Reiz zu verspüren, den diese nicht alltägliche Stadtbesichtigung ausmacht. Ein eigenes Flair, wie eine fremde Welt.

Wer wie wir mit dem Auto nach Venedig reisen will, sollte sich bereits bei der Planung seines Aufenthalts Gedanken über die Lage des Hotels, die nur sehr spärlich vorhandenen Parkmöglichkeiten und natürlich auch die Kosten machen.

Venedig ist eine fast gänzlich autofreie Stadt, die man am besten per Bus, Bahn oder Schiff besucht. Bei uns war jedoch nur die Anreise mit dem Auto möglich, also liest man im Vorfeld einige Foren und Blogs durch in denen das Thema Parken beschrieben wird.

Für die etwa 24 Stunden Aufenthalt in Venedig ist die San Marco Garage mit einem Tagessatz von 32€ die günstigste Option, wenn man direkt in Venedig parken möchte. Die Option außerhalb zu parken und mit dem Bus in die Stadt zu gelangen war mir mit all dem Gepäck dann doch zu unbequem, auch wenn wir viel Geld gespart hätten. Die Garagen und Parkplätze in Venedig sind sehr eng, total überfüllt und wer heikel auf sein Auto ist geht jedenfalls mit einem unruhigen Bauchgefühl von seinem geliebten fahrbaren Untersatz hinfort.

Unser Tipp: unbedingt die linke Einfahrt in die Garage nehmen, die rechte führt in eine weitere Garage bei einem Tagessatz von 84€

Unser Hotel – AC Hotel Venezia Marriott

Zu den meisten *Hotels in Venedig gelangt man entweder nach einem langen Fußmarsch oder per Wassertaxi, in den teureren Unterkünften steht auch ein hoteleigener Abholservice mit dem Gepäckwagen zur Verfügung.

Einfacher und auch aufgrund der kurzen Dauer unseres Besuchs wählte ich das neue und moderne *AC Hotel Venezia der Marriott Gruppe aus, es liegt etwa 50m von der Garage entfernt gegenüber vom Busbahnhof.

Wir haben ein Doppelzimmer mit Queensize Doppelbett (was wurde eigentlich aus Kingsize in Zeiten des Genderwahnsinns?) und Blick auf den Kanal gebucht. Die Zimmer sind sehr ansprechend, durchdacht und modern elegant eingerichtet, sehr hohen Wert legt das Hotel auf Stil und Sauberkeit, freundliches Personal und einen sorgenfreien Aufenthalt. Regendusche, Kaffeemaschine am Zimmer und das wirklich gemütliche Bett sorgen für positive Stimmung.

Frühstück kann um 18€ pro Person optional gebucht werden, ein sehr reichhaltiges Angebot mit frischem Obst, Gebäck, Mehlspeisen, Müsli, Tee & Kaffeevariationen steht in geschmackvollem Restaurantambiente bereit.

Der Preis für das Frühstück war uns dann aber doch etwas zu hoch, und da wir nur einen Tag in Venedig verbrachten wollten wir lieber die Umgebung mit den vielen kleinen Shops, Bäckereien und Restaurants entdecken und etwas traditioneller bei Cappuccino und Blick auf die Stadt den Tag beginnen. Wie in Italien üblich, von Venedig aber nicht zu erwarten, gibt es auch hier jede Menge Möglichkeiten billigen aber sehr guten Kaffee zu bekommen. Unweit vom Hotel entfernt fanden wir eine kleine Bäckerei, 3,40€ für 2 Cappuccino – unser Tag war jetzt schon gut!

Hotel Innenhof

Hotel Innenhof

Die Entdeckungstour beginnt

Um in den vielen kleinen und engen, teils auch verwinkelten und abrupt endenden Gassen Venedigs nicht vollkommen verloren zu sein ist es zumindest in den ersten Stunden eine große Hilfe auf die moderne Technik zurück zu greifen. Dank der Abschaffung von teuren Roaming-Gebühren und nützlichen Apps wie Google Maps findet man schnell und ohne langes Herumirren an das gewünschte Ziel. Ohne Hilfsmittel sollte man immer an den Häusern nach Wegweisern und Schildern Ausschau halten, die den Weg zur Rialto Brücke, dem Markusplatz und weiteren Sehenswürdigkeiten vorgeben.

Die Stadt bietet viele schöne kleine Details, liebevoll gestaltete Blumendekorationen, idyllische Innenhöfe, Eingangstüren mit unterschiedlichen Farben und Verzierungen, alte und romantische Brücken – all das macht den Reiz von Venedig aus noch lange bevor man die erste Gondel den Canal Grande entlang gleiten sieht. Man fühlt sich wie in einer anderen Welt, ganz weit weg vom typischen Europa.

Zugegeben, es ist nicht die beste Idee eine Städtereise im Hochsommer und in der Hauptferienzeit – im August haben auch alle Italiener Ferien – zu unternehmen. Gegen Temperaturen weit über 30 Grad und die gnadenlose Sonne in den aufgeheizten Gassen und Plätzen Veneedigs schützt man sich am besten in den vielen kleinen Seitengasse, welche oft Schatten bieten und durch die ein kleiner Luftzug zieht, welchen man auf den Brücken und Plätzen schmerzlich vermisst. Viel Wasser trinken und der gelegentliche Stopp beim Eisverkäufer sind dringend zu empfehlen, und vor allem lecker, Eis machen können sie die Italiener.

Wie auch schon beim Cappuccino überrascht Venedig mit vergleichsweise fairen Preisen. In kleinen Geschäften und abseits von Touristenplätzen und Attraktionen gilt ein relativ normales Preisniveau. Der Kaffee am Markusplatz oder das Abendessen mit Blick auf den Canale Grande ist weder die erhoffte Gaumenfreude und schon gar nicht gesund für die Reisekasse. Unser Abendessen hatten wir in einer kleineren Seitenstrasse, zentrumsnah gelegen, mit kleinen Bistro Tischen vor dem Lokal. Gute Preise, nette Atmosphäre und sehr gutes Essen.

Unsere Empfehlung, haltet die Augen offen und entdeckt die vielen Gassen abseits der Menschenmassen, und neben schönen Erinnerungen bleibt auch das gute Gefühl nicht gnadenlos in die Touristenfallen getappt zu sein.

Top 5 Highlights, die man gesehen haben muss

Rialtobrücke

Die wohl berühmteste Brücke in Venedig und eines der begehrtesten Fotomotive der Stadt, der Ansturm der Touristen ist hier auch durch den engen Platz rund um die Brücke naturgemäß sehr groß, die Wartezeit auf den perfekten Moment um eine bleibende Erinnerung zu knipsen kann schon mal etwas Geduld erfordern. Geht man über die Brücke auf das Ufer welches nicht zum Zentrum führt (sondern Richtung Bahnhof) gibt es einen kleinen Vorplatz mit freiem Blick auf die Brücke wo sich nur ganz wenige Menschen tummeln – dort steht dem Erinnerungsfoto nichts im Wege.

Markusplatz

Absolutes Muss – der berühmte Platz mit dem Glockenturm, der Markuskirche und dem weitläufigen Piazza geben eine beindruckende Kulisse ab. Am Platz befinden sich einige Shops und Kaffees, die mit dem nötigen Kleingeld zum Verweilen einladen.

Da der Canal Grande nicht weit entfernt liegt und sich der Platz beinahe auf Meeresniveau befindet sind regelmässige Überflutungen bei starken Regen keine Seltenheit.

Gondelfahrt

Venedig aus einer anderen Sicht entdecken, das bietet ganz klar eine Gondelfahrt durch die Kanäle der Inselstadt. Gleich hinter dem Markusplatz fanden wir unsere Ablegestelle und freuten uns auf 30 Minuten herumgondeln.

Es ist hier unbedingt ratsam im Vorfeld die Gondelfahrt im Internet zu buchen, wofür es mehrere Möglichkeiten gibt.

Bis zu 6 Personen finden in einer Gondel Platz, möchte man diese aber nicht mit anderen Touristen teilen besteht die Möglichkeit die Gondelfahrt exklusiv zu buchen, was wir auch empfehlen da man solch eine Erinnerung nicht mit wildfremden Menschen auf jedem Foto teilen möchte sondern ganz für sich haben möchte. Der preisliche Unterschied ist überschaubar und ab 3 Personen sogar günstiger als die Einzeltickets.

Wie auf Venedig.com beschrieben erhält man mit dem Voucher, Zahlung bequem per Kreditkarte oder Sofortüberweisung, den direkten Weg ins Abenteuer. Die Gondoliere erkennen den Gutschein, nehmen einen sofort mit und kümmern sich um eine freie Gondel. Keine 2 Minuten später sitzt man schon bequem auf den liebevoll gestalteten Wasserschiffen und kommt aus dem Staunen gar nicht mehr hinaus. Der Weg führt zuerst durch mehrere kleine Wasserwege zum Canal Grande, an der Rialtobrücke vorbei wieder zurück Richtung Ablegeplatz.

Unvergesslich und wie in unserem Fall, mein Schatz feierte in Venedig ihren Geburtstag, eine wunderschöne Überraschung an die man sich noch lange freudig erinnern wird.

Unzählige andere *Touren, Shows und Ausflüge in Venedig findet ihr unter dem Link.

 

Canal Grande

der größte Kanal in Venedig und die Hauptverbindung um durch die Stadt zu gelangen, hier herrscht zu jeder Tageszeit reges Treiben: Wassertaxis, Gondeln, Hotelboote, Fracht und Versorgungsboote, private Motorboote und vieles mehr.

Neben den Brücken gibt es immer wieder kleine Sackgassen die an das Ufer führen und von denen man einen beeindruckenden Ausblick auf die Bauwerke entlang des Kanals hat.

Basilica di Santa Maria

Im 17. Jahrhundert aufgrund einer Pestepidemie erbaut, ist sie heute bestimmt eines der bekanntesten Bauwerke Venedigs, direkt am Canal Grande gelegen kann man von vielen Stellen der Stadt ihre Schönheit und Größe bewundern.

Welche Erinnerungen habt ihr aus Venedig mitgenommen, oder plant ihr vielleicht eine Reise dorthin? Schreibt es uns gerne in die Kommentare!

Have fun & travel safe!

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